Erbenermittler studieren den täglich erscheinenden elektronischen Bundesanzeiger dagegen sehr genau. Aufgrund der Erfahrung und der Ressourcen sind Erbenermittler in der Lage oft in kürzester Zeit potentielle Erben ausfindig zu machen. Da es in Deutschland mehrere große professionelle Unternehmen für die Erbenermittlung gibt, kommt es zu einem Wettlauf, welcher Erbenermittler als erstes den potentiellen Erben unter Vertrag nimmt. Kommt es bei dieser Kontaktaufnahme zu einem Vertrag, legt der Erbenermittler den Erbfall sofort offen.
In der Regel bekommt der Erbe erst alle Informationen durch den Erbenermittler, wenn alle gesuchten Erben einen Vertrag mit dem Erbenermittler unterschrieben haben. Solange dies nicht gegeben ist, hält der Erbenermittler die Ergebnisse seiner Erbenermittlung zurück.
Professionelle seriöse Erbenermittler arbeiten auf eigenes Risiko und verlangen keinen Kostenvorschuss. Das Honorar für die Erbenermittlung erhält der Erbenermittler erst, wenn das Erbe tatsächlich an den Erben ausgekehrt wird.
Erbenermittlung ist Archivarbeit. Der Erbenermittler muss Kirchenarchive, Landes- und Bundesarchive und sogar Archive in den USA durchsuchen. Unabdingbar ist die Kenntnis der Sütterlin-Schrift, die in der Zeit zwischen 1915 und 1941 in Deutschland üblich gewesen ist. Korrespondiert wird im Rahmen der Erbenermittlung mit Gerichten und Behörden.
Der Zeitaufwand bestimmt sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Erbenermittlung. Umfangreiche Fälle können mitunter Jahre in Anspruch nehmen.